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| Neubürg |
Namensgebender Berg, Kunstträger und RefugiumIm Zentrum unserer Gemeinden liegt die Neubürg, ein Zeugenberg, der unserem Verein seinen Namen gab. Im Laufe der Erdgeschichte hat ihn die Erosion aus der Landschaft herausgeschliffen. Mit ihren 587 Metern überragt die Neubürg alle anderen Berge der nördlichen Fränkischen Schweiz. NaturKunstRaumBereits im Mittelalter verlief die „Via Imperialis“ über den Rücken der Neubürg, die von Kaufleuten und Pilgern genutzt wurde. Heute führt ein Rundweg auf dem Plateau an zehn Kunstwerken entlang. In diesem NaturKunstRaum steht eine Bronzestele, die aussieht, als hätte ein Riese sein Schwert mit Ammonitengriff vergessen, und es gibt große Hörner aus Holz, in denen man das Heulen des Windes zu hören glaubt. Der dazugehörige Katalog und ein Flyer sind im Infoshop Neubürg erhältlich. Weitere Details und Fotos bietet die Regionale Entwicklungsgesellschaft. Feuersalamander, Fossilien und FischsaurierDie Neubürg öffnet den Rundblick auf die zum Verein zählenden Gemeinden [Link: Mitglieder, wo die Statements stehen] und eine einzigartige Natur. Viele als Geotope ausgewiesene Gebiete beeindrucken durch ihre Stein- und Felsformationen wie beispielsweise die Felsengruppen Planken- und Wachstein, der Felsen mit der „Hohen Höhle“ bei Nankendorf oder der Dolomitfels „Bachscheißer“ im Wiesenttal. Kleine Bäche haben am südwestlichen Rand des Limmersdorfer Forstes Schluchten in den Rhätolias genannten Sandstein geschürft. In den engen Rhätschluchten herrscht ein einzigartiges Mikroklima, weshalb dort Schwarzerlen und Bergulmen wachsen, und mit ein wenig Glück findet der Wanderer einen Feuersalamander (eine Karte des Gebietes zwischen Mistelgau und Heinersreuth bietet die Naturschutzbehörde). Die Fränkische Schweiz ist voller Fossilien wie Ammoniten und Seeigeln. Die Steine bei Unternschreez geben zuweilen versteinerte Pflanzen frei. In der Tongrube bei Mistelgau fanden Paläontologen ein so genanntes Belemnitenschlachtfeld [Wikipedia: Belemnit], weil dort vor etwa 180 Millionen Jahren abertausende dieser Tintenfischverwandte zu Grunde gingen und versteinerten. Erst vor kurzem haben Fossiliensucher einen Fischsaurier entdeckt, der nun im Bayreuther Urweltmuseum ausgestellt ist. Naturschutzgebiete und NeunaugenAuch heute finden zahlreiche gefährdete Pflanzen und Tieren rund um die Neubürg eine Heimat. Das Lochau- und das Truppachtal, sowie die Fels- und Wacholderhänge bei Waischenfeld, sind als Natura-2000-Gebiete ausgewiesen. Sie bieten so seltenen Tieren wie dem Neunauge ein Refugium, einem urtümlichen Fisch, den es seit 500 Millionen Jahren gibt. Fledermäuse erheben sich rund um Obernsees des Nachts in die Lüfte. In einigen Gewässern leben Flusskrebse und Bachmuscheln, die auf sauberes Wasser angewiesen sind. Seltene Pflanzen blühen auf den Wiesen und in den Wäldern, wie der bläuliche Sommerwurz oder das Salomonssiegel. Nördlich von Obernsees oder westlich von Hollfeld wurden Naturschutzgebiete eingerichtet, um die Rote Liste Arten zu schützen. Wo sie liegen, ist im Fachinformationsdienst FIS-Natur zu entdecken. Text: Dr. Esther Schwarz-Weig. |
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